Holzschiebetür vor einer vorhandenen Türzarge in einem modernen Innenraum

Bestandszarge · Wandabstand · Nachrüstung

Holzschiebetür vor vorhandener Zarge richtig planen

Eine bestehende Zarge kann häufig erhalten bleiben. Entscheidend sind Zargenvorsprung, Türblattstärke, freie Laufseite, Griffposition und die Frage, welches Beschlagsystem ausreichend Abstand zur Wand schafft.

Machbarkeit auf einen Blick

Die Zarge kann bleiben, wenn das 30-mm-Türblatt sicher davor vorbeiläuft

Nicht die Zarge selbst ist das Problem, sondern ihre Tiefe im Verhältnis zu Beschlag, Türblatt und Griff. Zusätzlich muss seitlich genug freie Wandfläche vorhanden sein.

Grün flache Zarge, freie Laufseite

Nachrüstung meist gut planbar.

Gelb tiefer Vorsprung oder Sockelleiste

Abstand und Griffposition prüfen.

Rot blockierte Laufseite

Alternative Öffnungsrichtung oder Umbau prüfen.

Bauteile im Zusammenspiel

Fünf Ebenen entscheiden über die Nachrüstung

01

Wand

Sie trägt den Beschlag und bestimmt die Befestigungsmittel.

02

Zarge

Ihr stärkster Vorsprung definiert den erforderlichen Abstand.

03

30-mm-MDF-Türblatt

Die Türblattstärke beeinflusst Wandabstand, Führung und Griff.

04

Griff

Er darf beim Öffnen nicht an Zarge, Wand oder Bekleidung anstoßen.

05

Bodenführung

Sie muss das Türblatt sicher führen und zur Zargengeometrie passen.

Planung von Zargenvorsprung, Wandabstand und Griff bei einer Holzschiebetür
Zargenvorsprung, 30-mm-Türblatt, Griff und Bodenführung müssen gemeinsam betrachtet werden.

Bestandsaufnahme

Diese sechs Maße gehören in jede Anfrage

Fotos und Maße sind die Grundlage für eine belastbare Prüfung. Besonders wichtig ist, nicht nur die Öffnung, sondern auch die Laufseite vollständig zu dokumentieren.

A

Lichte Breite

größtes gemessenes Maß notieren

B

Lichte Höhe

größtes gemessenes Maß notieren

C

Zargenvorsprung

stärksten Punkt vor der Wand messen

D

Sturzhöhe

kleinsten freien Bereich oberhalb der Öffnung erfassen

E

freie Wandbreite

bis zum ersten Hindernis messen

F

Sockelleistenstärke

unteren Wandabstand separat prüfen

Systemwahl

Welcher Beschlag passt bei vorhandener Zarge?

Die Zarge beeinflusst nicht nur den Abstand, sondern auch die Frage, ob Wand- oder Deckenmontage sinnvoller ist.

Eco-Line Holz

Wand oder Decke

Funktionale Lösung ohne Softclose; Griff separat.

Slim-Line Holz

Wand oder Decke

Verkleidete Optik, Softclose verfügbar; Griff separat.

Barn-Line Holz

nur Wand

Sichtbare schwarze Schiene, kein Softclose; Griff separat.

Konfliktanalyse

Vier Stellen, an denen Bestandszargen häufig stören

Griff

kann beim vollständigen Öffnen an Zarge oder Wand anstoßen

Sockelleiste

verändert den Abstand im unteren Türbereich

Schalter

reduziert die nutzbare Wandbreite auf der Laufseite

Bekleidung

kann seitlich oder oben stärker vorspringen als erwartet

Entscheidungsprotokoll

Wann die Zarge bleiben kann

1

Beschlag kann sicher befestigt werden.

2

Türblatt läuft mit ausreichendem Abstand vor der Zarge.

3

Griff und Bodenführung kollidieren nicht.

4

Seitliche Wandfläche reicht für die Öffnungsbewegung.

5

Überdeckung der lichten Öffnung bleibt ausreichend.

Fehler vermeiden

Sechs typische Planungsfehler

01

nur die Öffnung messen

02

Zargenvorsprung unterschätzen

03

Griff als im Set enthalten annehmen

04

Barn-Line mit Deckenmontage planen

05

Sockelleiste nicht berücksichtigen

06

Schrauben und Dübel als enthalten ansehen

Häufige Fragen

Holzschiebetür vor bestehender Zarge

Muss die Zarge entfernt werden?

Nicht zwingend. Sie kann bleiben, wenn Türblatt, Griff und Beschlag mit ausreichendem Abstand davor laufen und die Laufseite frei ist.

Wie stark sind die angebotenen Türblätter?

Die angebotenen MDF-Türblätter haben eine Stärke von 30 mm.

Welche Systeme können an der Decke montiert werden?

Eco-Line und Slim-Line können an Wand oder Decke montiert werden. Barn-Line ist nur für Wandmontage vorgesehen.

Ist der Griff im Set enthalten?

Nein. Bei Eco-Line, Slim-Line und Barn-Line Holz wird der Griff separat ausgewählt.

Sind Schrauben und Dübel enthalten?

Nein. Sie müssen passend zum vorhandenen Wand- oder Deckenaufbau separat gewählt werden.